Koreanisch kochen in Mönchengladbach

in Veranstaltungen
 

Am Samstag, dem 2. August 2008 duftete es in den Räumen des St. Pius Pfarrheims in Mönchengladbach Neuwerk-Uedding fremdartig. Grund dafür war ein koreanischer Kochkurs, der vom Regionalverband NRW der DKG unter der Leitung von Frau Hak-Ja Schemuth stattfand.Eingeladen waren junge Deutsch-Koreaner und Leute, die sich für Korea und die Kochkünste dieses Landes interessierten.

 

   

Um 16 Uhr trafen 12 Teilnehmer im Pfarrheim ein und bestaunten erst einmal einen Tisch mit koreanischen Produkten wie grüner Tee, verschiedene Reisweine und Liköre, dazu diverse Gebäcksorten und nicht zuletzt Gewürze, die für die traditionelle Küche benötigt werden. Für Interessierte lagen auch Broschüren über Korea aus sowie die Zeitschrift ULLIM, herausgegeben von der koreanischen Botschaft in Berlin.

 Erstaunt bewunderten die Damen und 2 Herren die schöne Tischdekoration, die Frau Schemuth bereits zu Hause hergestellt hatte. Es waren kleine Kunstwerke aus Obst und Gemüse. Eine grosse Melone in Form eines Obstkorbes, kleine Schmetterlinge aus Rettich, Vögelchen aus Apfelspalten zusammengesetzt und vieles mehr. Allein für diese tolle Dekoration sollte es einen eigenen Kurs geben, so war die einhellige Meinung der Anwesenden! 

Nach einer kurzen Begrüssung durch Herrn Müller (2.Vorsitzender des Regionalverbandes der DKG)  ging es an die Arbeit. In der Küche lagen bereits die Zutaten für 3 verschiedene Gerichte aus und nach einer kurzen Besprechung ging es ans Werk. Die Gemüse wurden gewaschen und klein geschnitten, das Fleisch für ein Bulgogi eingelegt und die Glasnudeln für Tchap Tchae vorbereitet. Frau Schemuth und ihre Freundin erklärten uns, in welcher Reihenfolge die Gemüse mit wenig Oel schonend gebraten werden, sodass möglichst alle Vitamine erhalten bleiben. Auch hauchdünne Pfannkuchen mussten gebacken werden und es war gar nicht so leicht, sie vorsichtig aus der Pfanne zu bekommen. Sie wurden später für das Kimbap benötigt.

 

Kimbap sind kleine Gemüsereisrollen, die in Seetangblättern eingewickelt und gerne als Picknick Snack gegessen werden. Jeder von uns bekam eine Bambusunterlage. Darauf kam ein Seetangblatt (Nori) und gefüllt wurde dieses mit gekochtem Reis und in Streifen geschnittenes Gemüse, Eierkuchen, Fleisch und Fisch. Vorsichtig wurde mithilfe der Unterlage eine Rolle geformt und dann wurden daraus ca. 2 cm breite Röllchen geschnitten. Wir alle hatten viel Spass beim Zuschauen und selber Kochen und langsam knurrte auch der Magen nach all diesen Düften und  kleinen Kostproben. Der Tisch war gedeckt, die beiden Grillplatten für das Bulgogi aufgeheizt und auch der Reis im Reiskocher war gar. Die Speisen wurden in Schüsseln gefüllt und auch liebevoll dekoriert. Denn, so erwähnte Frau Schemuth, Essenkochen soll liebevoll sein und auch so auf den Tisch gebracht werden. Einfach nur alles aufessen erfüllt nicht den Zweck der Übung. Das mussten auch wir feststellen, als wir uns die selbst zubereiteten Dinge schmecken liessen.

 Um einen weiteren Einblick in die Landesküche zu bekommen, hatte Frau Schemuth  noch verschiedene kalte Gemüse und das traditionelle Kimchi mitgebracht. Ohne Kimchi, so erfuhren wir, wird in Korea keine Mahlzeit serviert.Nach dieser fröhlichen Tischrunde, bei der wir noch einiges über Korea lernten, wurde alles wieder aufgeräumt und gespült.Dieser Ausflug in die koreanische Esskultur hatte sich mehr als gelohnt und die Teilnehmer waren sich einig, dass das doch mal wiederholt werden soll.Kamsa hamnida Frau Schemuth und dem Regionalverband NRW der Deutsch Koreanischen Gesellschaft!