Korea – live dabei!

in Austausch

Das Jugendaustauschprojekt "Building Bridges - Brücken Bauen" der DKG e.V. startet erfolgreich die dritte Runde seit 2008/ Junge Deutsche und junge Koreaner knüpfen intensive Beziehungen in Korea

"Immer wieder Korea!" Darin sind sich alle deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der dritten Runde des Jugendaustausches „Building Bridges“ zwischen der Republik Korea und Deutschland einig.  „Ich kann mich überhaupt nicht entscheiden, was am besten war – alles!“, so Sarah, eine Teilnehmerin aus der Nähe von München. Zehn Tage lang haben die deutschen Brückenbauer in Gastfamilien gelebt, am Unterricht der Lighthouse International School teilgenommen und zusammen mit ihren Gastgeschwistern und anderen Teilnehmern Korea erkundet. Persönliche Kontakte zu koreanischen Teilnehmern der zweiten Runde (2009/2010) wurden zudem aufgefrischt und intensiviert.

Die deutschen Jugendlichen, die aus dem gesamten Bundesgebiet kommen, erlebten Korea als Land der Gegensätze: alte Paläste auf der einen Seite, hochmoderne Wolkenkratzer auf der anderen Seite, traditionelle Trommelshows einerseits und K-Pop (Abkürzung für Korean-Pop) andererseits. Ein Großteil der diesjährigen deutschen Teilnehmer besteht aus ausdrücklichen Anhängern der modernen Koreanischen Pop- bzw. Jugendkultur. Der Besuch einer Live-TV-Show, in der alle namenhaften K-Pop-Bands aufgetreten sind, durfte da auf keinen Fall fehlen. Was das Besondere an K-Pop sei? Es seien die gut aussehenden Koreaner und deren Tanzstil. Eines ist klar: Es ist eine Welt für sich, die einen sehr schnell einzunehmen und zu begeistern vermag.

Genauso faszinierend war der Besuch der DMZ (demilitarisierte Zone), die Grenze zu Nordkorea. Hier sind alle den 3. Tunnel – vermutlich von den Nordkoreanern erbaut , um nach Seoul zu gelangen –  ein Stück entlang gelaufen, haben auf einer Aussichtsplattform nach Nordkorea sehen können und haben die letzte Bahnhofsstation vor Nordkorea besichtigt. Die Teilung Koreas ist vorhanden, aber zugegebener Maßen scheint sie gerade im alltäglichen Leben der jungen Südkoreaner eine immer geringere Rolle zu spielen. 

Elena aus Köln bringt den Besuch in Korea abschließend auf den Punkt: „Eine tolle Gruppe, nette Gastfamilie, super Programm. Das ist eine Erfahrung, die einen weiter bringt. Immer wieder!“ Beim Abschied in Korea flossen daher auch viele Tränen. 

Henriette Stockert, Gesche Jin-Ah Saupe

Anmerkung: Partnerorganisation der Deutsch-Koreanische Gesellschaft e.V. in Korea ist das Mizy Center –Seoul Youth Center for Cultural Exchange. Gefördert wird der Austausch auf deutscher Seite vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ausführende Partnerschule in Korea ist die Lighthouse International School.