Erfolgreiches 6. Deutsch-Koreanisches Forum in München
Vom 18. bis 20. Oktober 2007 tagte das 6. Deutsch-Koreanische Forum in der Bayerischen Landeshauptstadt München.
Das Forum verfolgt, als Gremium hochrangiger Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur, das Ziel einer Vertiefung des gegenseitigen Verständnisses und der Förderung der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Korea.
Das Deutsch-Koreanische Forum wurde im Jahr 2002 im Beisein des damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau und des koreanischen Ministerpräsidenten Lee, Han-dong in Seoul gegründet. Seither tagt die Gruppe jährlich im Wechsel in Deutschland und Korea. Bisherige Veranstaltungsorte des Forums waren: Seoul 2002, Berlin 2003, die Insel Jeju 2004, Hamburg 2005 und im Jahr 2006 wiederum Seoul.
Geleitet wurde das Forum von 2002 bis 2006 von den beiden Ko-Vorsitzenden Dr. Theo Sommer und Prof. Choe, Chung-Ho. Im Jahre 2007 hat der Präsident der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft und Vorsitzende der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag, Hartmut Koschyk MdB, die Nachfolge von Dr. Theo Sommer als deutscher Ko-Vorsitzender übernommen. Die Trägerschaft des Forums ging vom Ostasiatischen Verein auf die Deutsch-Koreanische Gesellschaft über. Die Ergebnisse der jährlichen Tagungen werden in einem Schreiben der beiden Ko-Vorsitzenden an die Regierungschefs beider Länder übermittelt.
In sechs Arbeitseinheiten zu unterschiedlichen Themenbereichen von Auswärtiger Politik über Umweltpolitik bis hin zur Wissenschaftskooperation, wurde von hochrangigen Referenten jeweils der deutsche und der koreanische Standpunkt beleuchten.
Zu den Referenten zählten u.a. Herr Günter Gloser, Staatsminister im Auswärtiges Amt, Herr Hong, Soon-Young, ehemaliger Außenminister, Vereinigungsminister und ehemaliger Botschafter in Moskau, Bonn und Beijing, Frau Dagmar Wöhrl, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Herr Dr. Hyun, Oh-Seok, Präsident des Institute for International Trade, Prof. Dr. Gerhard Wegner, Direktor des Max-Planck-Institutes für Polymerforschung, Herr Prof. Dr. habil. Wolfgang Seiler, Direktor des Instituts für Meteorologie und Klimaforschung des Forschungszentrums Karlsruhe, Frau Dr. Kim, Myung-Ja, Parlamentarierin der United New Democratic Party sowie ehemalige Umweltministerin, und Herr Dr. Theo Sommer, ehemaliger Herausgeber der „Zeit“.
Das 6. Deutsch-Koreanische Forum fordert die Regierungen Deutschlands und Koreas in Ihren Empfehlungen dazu auf, möglichst schnell konkrete Schritte zu unternehmen, die zu Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Korea führen.
Des Weiteren stellte das Forum fest, dass die Zusammenarbeit auf dem technologisch-wissenschaftlichen Gebiet auf Augenhöhe stattfindet und weiter intensiviert werden sollte.
Die Teilnehmer waren sich einig, dass den Herausforderungen des globalen Klimawandels nur gemeinsam begegnet werden kann. Die sich dabei ergebenden wirtschaftlichen Chancen, z.B. in der Umwelttechnik, gilt es durch eine enge Kooperation zwischen Deutschland und Korea auf den Gebieten der Wissenschaft. Technologie und Wirtschaft zu nutzen.
Erstmals fand im Rahmen des Deutsch-Koreanischen Forums auch eine öffentliche Vortragsveranstaltung statt.
Am Freitag, dem 19. Oktober 2007, sprachen prominente Redner im Plenarsaal des Bayerischen Landtags in München zum Thema „Wege zur Einheit: Deutsche Erfahrungen – Koreanische Perspektiven.“
Es sprachen:
Hartmut Koschyk MdB, deutscher Ko-Vorsitzender des Deutsch-Koreanischen Forums und Vorsitzender der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag
Joachim Herrmann MdL, Bayerischer Staatsminister des Inneren
Dr. Wolfgang Schäuble, Bundesminister des Innern
Hong, Soon-Young, ehemaliger Außen- und Wiedervereinigungsminister der Republik Korea sowie Botschafter der Republik Korea in Moskau, Bonn und Peking
Prof. Dr. Choe, Chung-Ho, koreanischer Ko-Vorsitzender des Deutsch-Koreanischen Forums.
Die deutsche Bundeskanzlerin, Frau Dr. Angela Merkel MdB, und der koreanische Ministerpräsident, Herr Han Duk-Soo, schickten zu diesem Anlass Grußworte, in denen Sie die Arbeit des Forums und dessen Bedeutung für die deutsch-koreanischen Beziehungen würdigen.
Hartmut Koschyk MdB erklärte im Vorfeld der Veranstaltung: „Die Grußworte der Regierungschefs von Deutschland und Korea zeugen davon, welche Wertschätzung das Forum auf höchster politischer Ebene genießt und unterstreichen die Bedeutung des Forums für die bilateralen Beziehungen."
„Die Veranstaltung ‚Wege zur Einheit’ könnte, so kurz nach dem historischen innerkoreanischen Gipfel in Pjöngjang, wahrlich zu keinem besseren Moment stattfinden. Es wird eine spannende und informative Veranstaltung zu diesem, für Deutsche und Koreaner gleichermaßen emotionalen Thema, werden “



